3 Fahrtage bis Irkutsk

Etwas mehr als 1000 km haben wir innerhalb dieser 3 Tage bewältigt, wie schon gewohnt auf besseren, schlechteren und ganz schlechten Straßen. Wir passierten einige abenteuerliche Baustellen, standen nach heftigem Regen auf einem total schlammigen Platz und haben die Verwüstungen in Tulun gesehen – wirklich traurig! Am 02.07. ist dort ein Staudamm gebrochen und ein Teil der Stadt ist überflutet worden und stand unter Wasser, es gab leider über 100 Tote und viele Verletzte. Jetzt laufen die Aufräumungsarbeiten.

Unsere Pisten
Einige Schnappschüsse unterwegs

Auch so kann Sibirien sein – Smog und Plattenbau in Kansk

Auf den folgenden Bildern sieht man nur ansatzweise die Zerstörungen in Tulun

Morgen steht sie Stadtbesichtigung von Irkutsk an, laut Reiseführer soll dies die interessanteste Stadt in Sibirien sein, schauen wir mal….

Gewisse Merkmale zeichneten bis jetzt jede von uns besichtigte Stadt aus: Die Städte sind weitflächig angelegt und haben breite Straßen, fast alle Kirchen wurden in der Sowjetzeit zerstört und die jetzt vorhandenen sind demzufolge fast alles (gut gemachte) Nachbauten, es gibt riesige Hochhausstadtviertel und recht viele Parks sowie riesige aber ungemütliche (weil leere) Plätze, die neueren Shopping-Malls sehen aus wie überall, man stolpert alle Nase lang über ein Lenindenkmal, es gibt immer die ewige Flamme zum Gedenken an die Gefallenen diverser Kriege und jede Stadt hat ein oder mehrere Zarendenkmäler.

Heute bin ich noch über ein interessantes Detail gestolpert als ich im Reisführer über die Dekabristen gelesen habe. Ein gewisser Pavel Pestel wurde 1826 als einer der führenden Köpfe der Dekabristen in Irkutsk hingerichtet (er hat übrigens das Gymnasium in Dresden besucht). Vielleicht sollte ich doch mal etwas Ahnenforschung betreiben!

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