Mit kleinen Zwischenstopps in Vilnius angekommen

Vilnius – die Hauptstadt von Litauen – ist für uns die letzte Stadt dieser Reise, wie gesagt, etwas stadtmüde sind wir schon mittlerweile. Diesmal haben wir uns für einen geführten Stadtrundgang entschieden, wir waren nur 3 Teilnehmer, was die Sache für uns sehr angenehm machte. Vilnius hat eine schöne Altstadt mit Renaissance, Klassizismus, Backsteingotik und Barock. Die Straßen bestehen aus Kopfsteinpflaster, das macht das Laufen etwas beschwerlich, hält auf der anderen Seite aber auch die Autos fern. Man kann ganz gemütlich in den Gassen herumspazieren, es gibt natürlich eine Unmenge Souveniergeschäfte wo man Bersteinschmuck in allen Variationen erwerben kann, außerdem eine ganze Menge Lokale und Restaurants. Wir sind den ersten Abend gemütlich herumgeschlendert und haben uns eine nette Kneipe gesucht. Am nächsten Tag hatten wir seit längerem mal wieder wundebares Wetter mit blauem Himmel und den ganzen Tag Sonne. Wir waren in der Markthalle lecker Lebensmittel einkaufen (den Spaß kann man sich hier im Gegensatz zu Stuttgart ganz unbedenklich leisten), anschließend gab es in der Sonne einen Aperol-Sprizz. Es war ein rundrum gelungener Tag.

Auf der anderen Seite des Flusses Vilnia auf einem Hügel liegt das Künstlerviertel Uzupis. In der Sowjetzeit war dieses Viertel sehr heruntergekommen, nach der Unabhängigkeit 1991 zogen viele Studenten der Kunstakademie, sowie Künstler, Musiker und Schauspieler hierher, die Häuser waren billig und wurden nach und nach auch mit Hilfe der Bewohner instand gesetzt. Es gibt hier ganz witzige Hinterhöfe, Cafes, Galerien und kleine Läden. Die 7000 Bewohner haben 1997 ihre eigene „Spaßrepublik“ gegründet, mit eigener Verfassung, eigener Flagge , einem Präsidenten, einem Parlamentssitz und einer Armee von 13 Mann, es ist irgendwie eine Mischung aus Anarchie und Idylle.

Spaßrepublik Uzupis

Heute war nochmal ein sehr schön sonniger Tag, deshalb sind wir gestern abend noch auf einen Campingplatz an einem See gefahren und haben heute den ganzen Tag gefaulenzt und die Sonne genossen. Ab morgen wird es leider wieder anders, ein Regengebiet kündigt sich an, wie es aussieht erstreckt sich dieses auf ganz Litauen, Polen und Deutschland, also keine guten Aussichten für uns. Wir haben deshalb beschlossen, morgen die Rückfahrt anzutreten und quer durch Polen zu fahren.

Das ist der Campingplatz, ganz exklusiv für uns – wir waren die einzigen Gäste

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