Weiter Richtung Osten nach Saratov

Nach der Besichtigung von Voronesch hatten wir wieder einen Fahrtag vor uns, es ging weiter ca. 630 km Richtung Osten in die Stadt Saratov an der Wolga. So ein Tag ist ganz schön anstrengend, da die Temperaturen sich immer noch zwischen 30 und 40 °C bewegen. Wir freuten uns aber schon auf den nächsten Platz, dort gibt es die Möglichkeit in der Wolga zu baden! Wenn wir so über Land cruisen, dann kann man seinen Gedanken nachhängen und die Landschaft genießen. Die Weite ist für uns Mitteleuropäer schon etwas Besonderes – wie wird es erst in Sibierien werden! Momentan befinden wir uns ja noch in Europa – in Zentralrussland, genauer in der Waldsteppenzone von Saratov.

Die Straßen sind hier teilweise auch etwas besonders, vor allem die Baustellen – man fährt dann halt einfach durch die Baustelle über teilweise noch weichen Asphalt oder über Buckelpisten oder Sandwege. An die Geschwindigkeiten sollte man sich akribisch halten, jemand aus unserer Truppe musste schon zweimal zahlen! Ansonsten haben wir uns alle gut zusammengefunden, wir hocken abends zusammen und tauschen die Erlebnisse des Tages aus. Für die Besichtigungen kommt dann immer ein Bus inkl. einheimischer Reiseleiter und dann gehts los.

Die Besichtigung von Saratov stand an, kurz gesagt – es wirkt irgendwie alles sehr russisch. Straßencafes sind leider fast nicht zu finden, es gibt wieder relativ viel Platz in der Stadt aber es wirkt auch etwas öde…. Teilweise gibt es recht schöne Gebäude im Jugendtil, stalinistischem Zuckerbäckerstil oder Historismus. Den „kritischen deutschen“ Blick sollte man sich allerdings hier etwas abgewöhnen…

Musikakademie
Aperol Spritzz auf russisch

Das ist unser Stellplatz in einer Art Feriensiedlung, wie gesagt, den „deutschen Blick“ ausschalten und dann passt die Sache schon. Wir sitzen hier schön unter Bäumen im Schatten und haben die Wolga zum Baden quasi vor der Tür. Heute abend gibt es die „Campertafel“ – es wird was zum Grillen besorgt, alle Tische werden zusammengestellt und jeder bringt einen Salat o.ä. mit. Natürlich darf der Wodka nicht fehlen und mein Weinvorrat ist zum Glück auch noch nicht aufgebraucht! Ich hab schon verschiedentlich den einheimischen Wein probiert, allerdings noch nicht so das Richtige gefunden, vielleicht kommt das ja noch.

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